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Kirchengemeinde will Arbeit über Generationsgrenzen hinweg

 

Aus der Offenbach-Post vom 15. Juni 2020, Seite 18, Rodgau/Rödermark

Ein zweites Familienzentrum in Jügesheim nimmt demnächst seinen Betrieb auf. Nach der städtischen Kindertagesstätte im Alten Weg 63f wurde nun auch die evangelische Emmausgemeinde als Familien-und Generationenzentrum anerkannt. Beide Einrichtungen sind nur 550 Meter Luftlinie voneinander entfernt. Zwei Schilder an der Emmaus-KiTa und am Gemeindezentrum Berliner Straße weisen auf das 181. hessische Familienzentrum hin. Mehr ist derzeit nicht drin: Die Arbeit kann erst nach der Corona-Pandemie beginnen.

Vor allem Generationen übergreifende Projekte schweben Pfarrerin Sabine Beyer vor, zum Beispiel altersgemischte Yoga-Gruppen oder gemeinsamens Kochen von Jung und Alt. Die Emmausgemeinde wolle die Angebote des städtischen Familienzentrums ergänzen. Beide Einrichtungen verstehen sich als Begegnungsstätten für den ganzen Stadtteil. Sie wollen auch dazu beitragen, Neubürger und die einheimische Bevölkerung miteinander in Kontakt zu bringen: "Die Menschen ziehen ja nicht mit ihrem kompletten Netzwerk hierher", sagt Beyer.

Junge Familien lernen andere Familien oft über den Kindergarten kennen. Das ist ein guter Anfang, aber nach Ansicht der Emmausgemeinde geht da noch mehr. In einer Umfrage hat sie versucht, den Bedarf zu ermitteln. Etwa 100 Antworten wurden ausgewertet. Erziehungs- und Ernährungsfragen stand an erster Stelle der Wunschliste. Auch Bewegung und Sport sowie Familienfreizeiten waren gefragt.

Vieles findet bereits jetzt statt, zum Beispiel Qigong-Kurse, Fereinspiele und das überkonfessionelle Trauercafe. Chöre und Musikgruppen proben im Gemeindehaus. Als Koordinatorin will Britta Ebertshäuser-Heil weitere Kooperationspartner gewinnen, um das Angebot zu erweitern und abzurunden. Sie ist unter anderem mit dem Kinderschutzbund im Gespräch.

Das hessische Sozialministerium unterstützt jedes Familienzentrum mit Zuschüssen bis 13000 Euro pro Jahr. Die Mittel müssen jährlich neu beantragt werden. Dabei regiert die Sparsamkeit, wie Pfarrein Sabine Beyer an einem Beispiel erklärt: Ein Laptop-Computer für die Koordinatorin sei schon zu viel.

Der verbindende Fischteich der Gemeinde mit der KiTa

Ev. KiTa der Emmausgemeinde

Den Platz zwischen KiTa und Gemeinde wollen wir, gemeinsam mit allen KiTa Kinder und Eltern, Konfirmanden, Gemeindemitgliedern, Nachbarn und Freunden zu einem großen Fischteich gestalten. Fische, Meerespflanzen, Muscheln, Wasserjungfrauen… aus Straßenkreide sind bereits entstanden. Leider spült der Regen die Kunstwerke wieder weg, aber das gibt allen die Möglichkeit neu zu malen.

Der Fisch ist als Zeichen der Christen ein gutes Symbol, den Weg zwischen KiTa und Gemeindehaus  zu verbinden. Gemeinsam mit Ihnen schaffen wir das!

Deswegen möchten wir Sie auffordern, sich in der KiTa, unter 06106-5260, zu melden um einen Termin für die Gestaltung Ihrer Meeresbewohner auszumachen. Dies ist leider nötig, um den Hygienebestimmungen (KEIN AUFLAUF VON MENSCHEN) zu entsprechen. Gerne stellen wir Ihnen Malkreide zur Verfügung.

Wir sind schon gespannt auf Ihre kreativen Ideen zu unserem Teichprojekt. Jeder Fischteich wird dokumentiert.

Bei uns wachsen Wünsche und Grüße am Baum

Ev. KiTa der Emmausgemeinde

Es ist schön zu beobachten, dass unser Wunschbaum vor der KiTa immer bunter wird. Nachdem die ersten Kinderwünsche und Grüße am Baum „aufblühten“, haben wir uns entschieden jedem Kind einen Gruß aus der KiTa zukommen zu lassen. Viele Eltern sind mit Ihren Kindern vorbei gekommen und haben „Ihren Gruß“ gesucht. Aber nicht nur KiTa Eltern sondern viele Spaziergänger bleiben vor der Kita stehen und lesen die bunten Briefe.

Viele unserer Kinder haben uns Grußzettel zum Laminieren und Aufhängen in den Briefkasten geworfen. Mittlerweilen mussten wir bereits auf die Sträucher neben der KiTa ausweichen.

Es gibt noch viele Sträucher und Bäume auf dem Gelände zwischen KiTa und Gemeindehaus, die wir mit bunten Briefen schmücken wollen. In der momentanen Zeit hat wohl jeder seinen eigenen Wunsch oder Gruß, welchen er hier den Raum geben kann. Deswegen möchten wir alle Gemeindemitglieder, Nachbarn und Spaziergänger auffordern ihren eigenen Gruß- oder Wunschzettel zu gestalten.

Gerne können Sie Ihn uns in den KiTa Briefkasten oder auch in den Gemeindebriefkasten werfen. Wir kümmern uns um das Laminieren und Aufhängen.

Vielleicht treffen wir uns bald auf dem Gemeindevorplatz und suchen gemeinsam ihren Wunsch- oder Grußbrief. Wir freuen uns darauf.

Ein Wunsch wird endlich wahr oder was Corona möglich macht

Ev. Kita der Emmausgemeinde, Rodgau

Mein Name ist Roswitha Martin. Ich arbeite als Hauswirtschaftskraft in der KiTa der Ev. Emmausgemeinde.

Seit langer Zeit koche ich jede Woche, gemeinsam mit meiner Kollegin Petra Marutschke, für die Kinder der KiTa das Mittagessen. Mittlerweile sind bereits viele Eltern an uns herangetreten um nach den verschiedensten Essensrezepten zu fragen. Nicht das zu Hause bei den Eltern nicht gut gekocht wird, aber manchmal können auch die Eltern eine neue Rezeptidee gut gebrauchen oder sind vielleicht dankbar für eine einfache Idee.

Daraus entstand schon vor Jahren der Gedanke ein Kita Kochbuch zu erstellen. Nur leider hat immer die Zeit dazu gefehlt. Im normalen Alltag war es nie möglich und nun kam Corona! Nachdem die KiTa Küche, die Vorratskammer, sämtliches Geschirr und sogar der Keller aufgeräumt, durchgeputzt und teilweise sogar mehrfach desinfiziert wurde, hatten wir plötzlich Zeit. Durch die Notbetreuung der Kinder ist entsprechend die Essensmenge angepasst worden und dadurch, dass wir zwei Küchenkräfte sind, konnte ich im Homeoffice endlich das Kita Kochbuch schreiben.

Wir möchten es, nachdem wir noch ein schönes Deckblatt erstellen, professionell binden lassen und es nach den Sommerferien zum Kauf anbieten. Somit konnten wir in dieser schwierigen Zeit etwas Tolles entstehen lassen.

Sobald das Kochbuch käuflich zu erwerben ist, werden Sie über die Homepage und das Gemeindeblättchen der Ev. Emmausgemeinde informiert. Der Erlös kommt direkt und ausschließlich den Kindern der KiTa zu Gute. Wir werden davon, passend zum Kochbuch, eine Outdoor Kinderküche anschaffen.

Roswitha Martin

Endlich, endlich….Anerkennung als hessisches Familienzentrum

Ev. KiTa der Emmausgemeinde

Nach vielen Jahren der Anläufe und Rückschläge ist es im Jahre 2020 endlich vollbracht. Die Emmausgemeinde ist Träger eines Familien- und Generationenzentrums, zu dem auch die Kindertagesstätte gehört. Die mit dem Landeswappen geschmückten Schilder an der Kita und im Gemeindezentrum weisen daraufhin, das wir offiziell eines von 181 „hessischen Familienzentren“ sind und im Frühjahr Landesmittel zur Verfügung gestellt bekommen haben.

Nachdem ich vor 5 Jahren als Erzieherin in der Ev. Emmausgemeinde meine Arbeit aufnahm, war dies einer meiner ersten Gedanken. Rein räumlich (Gemeindehaus direkt neben KiTa) und durch die  bereits vorhandenen Angeboten drängte sich mir der Gedanke an ein Familienzentrum förmlich auf. Als ich dazu mit Frau Beyer ins Gespräch kam, lächelte sich mich milde an und meinte, dass dieser Gedanke schon seit Jahren immer mal wieder im Gespräch gewesen sei.

Im Frühjahr 2018 konnten wir dann gratis an einem Workshop des hessischen Sozialministeriums teilnehmen, in dessen Rahmen das Konzept „Auf dem Weg zum Familienzentrum“ entstand. Es gründete sich der Familienzentrumsausschuss und wir überlegten, wie sich die Generationen und Gemeindegruppen besser untereinander kennenlernen und vernetzen könnten, welche Bedarfe bestehen und welche Ideen existieren. Das aktualisierte Konzept legten wir schließlich unserem Antrag im Oktober 2019 zugrunde. Zu unserer freudigen Überraschung kam  im März 2020 der positive Zuwendungsbescheid des Regierungspräsidiums Kassel.

Leider, leider, gibt es auch einen dicken Wermutstropfen, und der heißt Corona!

Bedingt durch die gesetzlichen Auflagen, die auch an einem Familienzentrum nicht vorbei gehen, ist an eine Öffnung für Angebote vor den Sommerferien nicht zu denken. Dies schmälert zwar etwas die Freude, aber wir sind bereits am Planen und Organisieren, damit wir nach einer entsprechenden Lockerung der Vorgaben zeitnah den Betrieb aufnehmen können.

 

Britta Ebertshäuser-Heil, Koordinatorin des Familien- und Generationenzentrums

Pfarrerin Sabine Beyer

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