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Unser Leitbild

Wir träumen eine Kirche

Gedanken zum Leitbild der Emmausgemeinde

 
Gemeinde lebt aus dem Glauben an Gott, der uns in Jesus Christus nahe kommt, der uns für den Weg in die Zukunft stärkt und uns durch seinen Heiligen Geist begleitet, tröstet und ermutigt.


Das Leitbild ist von der Emmausgeschichte her entworfen, nach der unsere Gemeinde benannt ist. (Lk. 24,13 ff.). Es ist die Geschichte von zwei Jüngern, die sich durch den Tod Jesu von Gott verlassen vorkommen und ohne Ziel und Sinn ihren Lebensweg weitergehen. Doch da gesellt sich ein Unbekannter zu ihnen. Er hörte ihnen von Herzen zu. Er fragt nach. Er hilft Ihnen, durch die Bibel eine Antwort auf Ihre Fragen zu bekommen. Abends teilen sie mit Ihm gastfreundlich Brot und Wein. Und als er plötzlich verschwindet, da hat sie diese Begegnung verändert. Eine neue Kraft wirkt in ihnen, tröstet und ermutigt sie. Der Neuaufbruch gelingt: sie machen sich auf zu den anderen Brüdern und Schwestern, um sie aus der Hoffnungslosigkeit zu holen. Neu motiviert, Feuer und Flamme für die frohe Botschaft: „Brannte nicht unser Herz?!“
Diese Aspekte der Emmausgeschichte halten wir für sehr wichtig: Denn vor unserem Handeln, vor unseren Versuchen, eine tragende Weggemeinschaft zu bilden, steht Gottes Handeln, sein Zuspruch, seine Nähe in Brot und Wein.
Wenn wir versuchen würden, nur aus uns heraus, aus eigenen Kräften das Reich Gottes unter uns zu verwirklichen, dann überforderten wir uns selbst, dann gerieten wir in eine Spirale von übersteigerten Selbstansprüchen, denen wir irgendwann nicht mehr genügen könnten.
Versuchen wir als Weggemeinschaft aus der Gegenwart Gottes in Jesus Christus zu leben, aus seinen tröstenden und ermutigenden Worten, aus dem Brot und Wein seiner Hingabe und Liebe, das er uns reicht. Dann ist vor all unserem Handeln schon das Reich Gottes als Keim mitten unter uns. Dann wird es sich auch unter uns ausbreiten und in guten Taten und Worten verwirklichen.


Gemeinde lebt als eine Weggemeinschaft

Diese Formulierung gefällt uns deshalb so gut, weil sie vor Stillstand, vor dem Ausruhen auf dem Bisherigen nach dem Motto „Das war doch immer schon so….“ bewahren hilft. Andererseits verändert sich die Welt um uns herum heutzutage so schnell, dass es schön ist, wenn Gemeinde ein Raum ist, der vertraut ist und Heimat bietet. Das ist also eine Spannung, die nie ganz zu lösen ist: zwischen der Offenheit für Neues und der Bewahrung von Bewährtem. Nicht nur das Leben des Einzelnen ist eine Reise mit vielen Stationen, sondern auch das Leben einer Gemeinde. Wir haben als Gemeinschaft schon einen langen Weg hinter uns gebracht. Verschiedene Menschen, die teilweise leider schon von uns gegangen sind, haben sich engagiert und das gemeinsame Leben mitgeprägt. Wir sind über Generationen miteinander verbunden durch den gemeinsamen Glauben an Gott, der unsere Weggemeinschaft begleitet.
 

Gemeinde ist einladend und gastfreundlich


Dies ist ein großer Anspruch, den wir an uns selbst stellen: einladend und gastfreundlich zu sein. Die Gefahr ist, dass die Einlösung dieses Anspruchs an die Gemeinde im Allgemeinen delegiert wird. Aber es liegt an uns, an jeder und jedem einzelnen, ob wir bereit sind, auf andere zuzugehen. Wie würde es mir ergehen, wenn ich  in eine mir noch fremde Gemeinschaft komme? Ob ich mich da wohl fühle oder nicht, ob ich gerne wiederkomme oder nicht, das hängt daran, ob sich andere Menschen für mich interessieren, ob ich nett angesprochen werde, ob mir jemand hilft, mich zu orientieren.
 

Gemeinde ist ein Ort der Begegnung, miteinander zu leben, miteinander zu wachsen im Glauben, und für andere da zu sein


Es ist schön, wenn wir ein solcher Ort sind und dass wir Menschen anbieten, Ihr Leben mit uns zu teilen. Dieses Miteinander kann allerdings sehr verschieden sein. Es gibt Menschen, die sich die Gemeinde wie eine Familie wünschen und sehr enge Kontakte knüpfen und überall dabei sind. Es gibt andere, die nicht so einen engen Kontakt und weniger Verbindlichkeit wünschen. Sie haben viele andere soziale Kontakte und Verpflichtungen, dass sie nur punktuell mit unserer Gemeinschaft in Verbindung bleiben können. Ein großer Teil unserer Arbeit als Pfarrer hat mit solchen punktuellen Kontakten an biografischen Einschnitten von Menschen zu tun. Wir sollten alles dafür tun, um den Kontakt zur Kirchengemeinde zu stärken. Aber die Verbundenheit mit der Gemeinde lässt sich nicht daran messen, wie oft er oder sie zu Veranstaltungen kommt. Es bleibt eine große Herausforderung, unser Miteinander so zu gestalten, dass Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen auf unterschiedliche Weise Gott in unserer Mitte begegnen können und Kraft für ihr Leben bekommen. Dazu brauchen wir so verschiedene Veranstaltungen wie das Entenrennen als eine Art Volksfest, aber auch Projekte auf Zeit wie die Glaubenskurse bis hin zu fest verbindlichen Kreisen, deren Angebote Sie auf unserer Homepage und auch in unserem Gemeindejournal finden.
 

Pfarrer Axel Mittelstädt und Pfarrerin Sabine Beyer

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